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Aktuelles

30 Jahre Sulfonierung in Děčín: So hat sich das HABRINOL‑Werk entwickelt

Ein Mann schenkt Sekt ein, während eine Gruppe zwischen Rohren und Maschinen in der Fabrikhalle von HABRINOL in Děčín steht.

Im Mai 1996 wurden in einer ein Jahr zuvor noch leer stehenden Produktionshalle in Děčín‑Boletice die ersten Tonnen p‑Toluolsulfonsäure hergestellt. Dreißig Jahre später hat HABRINOL insgesamt 500.000 Tonnen produziert. Wie haben sich das Werk und die Menschen dahinter in dieser Zeit entwickelt?

Wie alles begann

Die Geschichte von HABRINOL in Děčín begann am 2. Mai 1995 mit der Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrags. Anschließend kamen die Gründungsgesellschafter zur ersten Gesellschafterversammlung zusammen.

Erste Gesellschafterversammlung von HABRINOL in Děčín mit den Gründungsgesellschaftern
Die erste Gesellschafterversammlung. Rechts steht Manfred Hubert, neben den weiteren Gesellschaftern.

Das Unternehmen konnte auf bestehende Erfahrung aufbauen: Die Produktion der ursprünglichen HABRINOL in Halle (Saale) wurde nach Děčín verlagert. Mitgründer Manfred Hubert begleitete den Umzug persönlich. Innerhalb eines Jahres wurde die leer stehende Halle mit einer vollständigen Produktionsanlage ausgestattet.

Im Mai 1996 war es so weit: Die Gründungsgesellschafter feierten den Produktionsstart der p‑Toluolsulfonsäure, und das Werk nahm den Betrieb auf. Damals beschäftigte es neun Menschen und belieferte vor allem Kunden in Deutschland und Tschechien.

Feier zum Produktionsstart von p-Toluolsulfonsäure im HABRINOL-Werk in Děčín
Die Feier zum Start der Produktion von p‑Toluolsulfonsäure.

Drei Jahrzehnte Wachstum

Als das Werk 1996 in Betrieb ging, verfügte es über vier Reaktoren. In der zweiten und dritten Ausbaustufe zwischen 1998 und 2000 stieg ihre Zahl auf neun. Heute betreibt HABRINOL zehn Reaktoren.

Nach Abschluss der Bauarbeiten konzentrierte sich das Unternehmen darauf, die Produktion noch zuverlässiger und sicherer zu machen. Die Leitwarte, von der aus die Anlage gesteuert wird, wurde 2012 und erneut 2023 modernisiert. Dazwischen markierte das Jahr 2017 einen wichtigen Schritt: Das Werk erhielt eine eigene Kompressorstation und eine Stickstoffstation, die in den Reaktoren eine Inertatmosphäre sicherstellt. Auch das Labor wurde modernisiert. Seit diesem Jahr ist HABRINOL zudem durchgehend ISO‑zertifiziert.

Weitere Investitionen betrafen die Lagerung, die Sicherheit sowie die Wasser- und Energieversorgung. 2019 kamen vier Lagertanks für Produkte hinzu; außerdem wurden die Gaswarnanlage und die Wägesysteme im Produktionsgebäude erneuert. 2021 installierte das Unternehmen eine Notstromversorgung und modernisierte die Wasseraufbereitung und die Kühlanlagen einschließlich der Kühltürme. 2024 folgten eine Umkehrosmoseanlage zur Herstellung von demineralisiertem Wasser und ein erneuerter Dampfanschluss. Zuletzt errichtete HABRINOL 2025 und 2026 eine Photovoltaikanlage und eine Trafostation.

Was gleich geblieben ist

So sehr sich das Werk in dreißig Jahren verändert hat: Das chemische Verfahren im Kern der Produktion ist dasselbe geblieben. Bei der Sulfonierung entstehen Arylsulfonsäuren. HABRINOL stellt auf dieser Grundlage p‑Toluolsulfonsäure (PTSA), Xylolsulfonsäure (XSA) und Mischungen nach Kundenanforderung her.

Unverändert ist auch der hohe Stellenwert der Qualitätskontrolle. Das firmeneigene Labor prüft jede Charge; Kunden erhalten dazu ein Analysenzertifikat. Ergänzt werden diese laufenden Prüfungen durch ein integriertes, auf ISO‑Normen basierendes Managementsystem für Qualität, Umweltschutz, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Energiemanagement. Erfahren Sie mehr über HABRINOL.

500.000 Tonnen – und die Menschen dahinter

2026 erreichte HABRINOL nach dreißig Produktionsjahren einen Meilenstein: Seit der Inbetriebnahme wurden 500.000 Tonnen hergestellt. Hinter dieser Zahl stehen die Menschen im Unternehmen. Aus dem ursprünglichen Team von neun Beschäftigten sind inzwischen 25 geworden.

Den 30. Jahrestag der Unternehmensgründung feierte HABRINOL im Mai 2025 mit einer Schifffahrt auf der Elbe. Eingeladen waren die Gründer, ehemalige Beschäftigte und Geschäftspartner, vor allem Kunden und Lieferanten. Geschäftsführer Ladislav Rychtecký blickt zurück:

„Dreißig Jahre Produktion sind für uns ein wichtiger Meilenstein. Vor allem zeigen sie, was die Menschen geleistet haben, die HABRINOL in dieser Zeit aufgebaut und weiterentwickelt haben. Unser besonderer Dank gilt Mitgründer Manfred Hubert. Er hat die Verlagerung der Produktion von Deutschland nach Děčín begleitet und 46 Jahre seines Berufslebens der Herstellung von p‑Toluolsulfonsäure gewidmet. Sein Fachwissen und sein persönlicher Einsatz sind untrennbar mit unserer Geschichte verbunden. Ebenso danken wir allen Beschäftigten und Geschäftspartnern, die Teil dieser Geschichte waren und es bis heute sind.“

— Ladislav Rychtecký, Geschäftsführer

Schifffahrt auf der Elbe zum 30-jährigen Bestehen von HABRINOL
Gäste bei der Jubiläumsfahrt auf der Elbe.

Der Blick nach vorn

Das Unternehmen, das mit neun Beschäftigten und zwei Hauptabsatzmärkten begann, beliefert heute Kunden in mehr als 15 Ländern. Künftig möchte HABRINOL weitere Länder und neue Kontinente erschließen. Außerdem sollen neue Formulierungen entstehen, die den Anforderungen der Kunden und zunehmend strengeren Umweltauflagen gerecht werden.

Sie benötigen eine Formulierung für Ihre Anwendung? Sprechen Sie mit uns über eine maßgeschneiderte Mischung.